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Mostrando las entradas de noviembre, 2016

Brief an I. 2004

Ende 2004 hat Uta einen Brief an eine alte, liebe Freundin von Ihr aus Hamburg geschrieben, einen Brief, welchen ich aus zwei Gründen hervorheben möchte:  zuerst erzählt, beschreibt und philosophiert sie in diesem Brief über ebenfalls zwei Aspekte der Kultur und Mentalität meiner Landsleuten, die sie immer besonders irritiert haben:  ihren losen Umgang mit Hygiene und Sauberkeit - und ihr gespaltenes Verhältnis zu Besitz und Eigentum anderer; zwei tief verwurzelte, kulturell und historisch tief verankerte (und scheinbar allem Optimismus und Schönfärberei zum Trotz  aus dem kollektiven Unterbewußtsein nicht zu entfernende bzw. zu heilende) Neigungen vieler meiner Mitmenschen in diesem Land.  Zweitens erzählt sie über unsere ersten Ferien auf Curacao, eine Insel, die wir noch drei mal besuchen würden, obwohl sie in diesem Brief, "nie wieder Curaçao" geschreiben hat.  Die in diesem Brief beschriebene Anlage haben wir nicht mehr besucht, wir haben eine viel bessere,...

Wir und die Tiere, die uns nicht gehören - 4 -

Hallo zusammen, nun kommt die Fortsetzung von Utas Erzählung "Wir und die Tiere, die uns nicht gehören". Fortsetzung folgt. Die Hunde des Campingbesitzers, zwei traurige ausgemergelte Tiere, machten übrigens Jagd auf die Katzen.  Wir erfuhren, daß die Tiere einfach Hunger hatten.  Andererseits machten sich die spanischen Angestellten des Patrons einen Spaß daraus, die Katzen, die sich in die Bäume geflüchtet hatten, herunterzuschütteln, damit die Hunde sie fassen konnten.  Die Hunde müssen, wie uns erzählt wurde, die Katzen vor den Augen der Touristen zerrissen haben, was einen gewaltigen Aufstand gegeben hatte.  Nun wurde diese böse Sitte nur noch heimlich praktiziert.  Die Katzen flohen sofort in Sicherheit, am liebsten in unseren Wohnwagen, wenn das Reinigungsfahrzeug oder der Müllwagen auf den Platz rumpelten.  Cleo raste in so einem Augenblick am liebsten auf den Wohnwagen und legte sich flach auf den Baldachin vor der Wohnwagentür.  Die a...

Wir und die Tiere, die uns nicht gehören - 3 -

Hallo zusammen, in der heutigen Post noch ein Paar Zeilen aus Utas Erzählung über "die Katzen von Tarifa", wie  sie sie auch oft genannt hat. Fortsetzung folgt. Nach 10-stündiger Abwesenheit kamen wir dann an unserem Wohnwagen an.  Ich hatte immer bei so einer Gelegenheit „Jörn vor“.   Er öffnete die Tür, schaute hinein, und sagte:  „ach, schau mal an.“  Da hatte ich auch den Mut, in den Wohnwagen zu schauen.  Die Wanne war leer.  Die Kleine saß mitten auf unserem Bett, in die Kissen gekuschelt, war frisch geputzt und wie aus dem Ei gepellt.  Sie schaute uns, ihre neuen Urlaubseltern mit großen Kinderkatzenaugen an und sagte:  „Miau.“ Jörn ordnete an, daß Cleo, so tauften wir die Kleine, noch einen Tag im Wohnwagen bleiben solle.  Sie bekam erst mal eine Portion geschnittenes Schweineherz und benahm sich beim Fressen wie ein kleines Raubtier. Vor dem Wohnwagen hatte sich die kleine Rotbraune aufgebaut, wohl das Schwesterch...

El Sistema Bancario

Um das Jahr 2002 hat meine verstorbene Frau Uta ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem unmöglichen Banksystem meines Heimatlandes in einem Text zusammengefasst, der eigentlich Teil ihres Venezuela-Buches werden sollte - aus dem Buch wurde nichts, aber einige wertvollen Texte sind erhalten geblieben, wie es so langsam auf diesem Blog ersichtlich wird. Dazu kann ich nur sagen:  ein Glück, daß sie die gegenwärtige Entwicklung der venezolanischen Wirtschaft und deren Banksystems nicht mehr miterleben mußte! Nun der Text: DAS BANKSYSTEM Früher bin ich davon ausgegangen, daß es weltweit ein einheitliches Banksystem gibt.  Mein Weltbild änderte sich bei meiner Ankunft in Venezuela. Zuerst dachte ich, es gibt in den Banken etwas umsonst, so lang waren die Schlangen und so geduldig warten die Kunden. Nichts - diese armen Leute genießen das umständlichste Banking der Welt. Wer mit der Bank zu tun hat, hat zumindest ein Sparbuch.  Zum Konto konnte ich mich nie durc...