Hallo zusammen,
nach (erneuter) zweimonatiger Schreibpause setze ich die Transkription von Utas Erzählung "Wir und die Tiere, die uns nicht gehören" fort.
Fortsetzung folgt.
Zu Hause angekommen stürzten wir uns sofort wieder in die Arbeit. Messevorbereitungen mußten getroffen werden, und wir mußten eine Wohnung in der Nähe unserer neuen Arbeitsstelle finden.
Es fand sich eine Wohnung in einem alten Bauernhaus mit großem Garten. Sie sollte zwar einen stolzen Preis pro Monat kosten, gefiel uns aber auf Anhieb.
Sie mußte zwar erst einmal Tapeten bekommen, denn sie hatte teilweise nackte Steinwände. Die Fußböden waren mit einem völlig mit Farbe beckleckerten Kunststoffbelag ausgestattet, dazu war sie eisigkalt.
Trotzdem nahmen wir die Renovierung in Angriff und nach der Investition von Teppichböden wurde unser Heim richtig gemütlich.
Nun hätten wir uns zwar einen kleinen Perro leisten können, zumindestens von der Wohnung her, nur unser Arbeitsplatz erlaubte keine Hundehaltung, denn, gearbeitet wurde rund um die Uhr, man war ja schließlich in der Freizeitbranche.
Samstag und Sonntag wurden die besten Geschäfte gemacht und der Montag war unser freier Tag. An diesem Tag wurde alles erledigt, was in unserer 6-Tage-Woche anfiel. Wir mußten zum Supermarkt fahren, um für die ganze Woche einzukaufen, Arzt- und Behördenbesuche wurden auf den Montag verlegt und selbst ein Friseur mußte montags gefunden werden.
Das klappte kann auch alles ganz gut, nur Zeit für uns hatten wir nach wie vor nicht, geschweige denn für ein Haustier.
Meistens kamen wir vor 9 Uhr abends nicht aus der Freizeitanlage nach Hause. Zum Wochenende wurde es immer viel später.
Wir machten uns in dieser Zeit gerade noch ein Abendessen und erledigten die nötigsten Dinge des Haushalts, wie Wäschewaschen und Spülen.
Unser Garten, auf den wir uns so gefreut hatten, wurde ebenfalls zum Stiefkind. Wir schafften es gerade, den Rasen drei Mal in der ganzen Saison zu schneiden und ein paar Tütchen Blumensamen in die Gegend zu schmeißen. Ja, wir schafften es sogar noch, eine Reihe Petersilie in die Erde zu bringen. Dann war auch schon Schluß.
Ein wunderschöner Sommer fing an, an uns vorbeizugehen. Die Gäste der Freizeitanlage bräunten in die Sonne, badeten im See und surften und beneideten uns, daß wir die ganze Woche über dort sein durften. Es bemerkte kaum einer, daß wir hier arbeiteten und von der Sonne noch keinen Strahl abbekommen hatten, da unsere Arbeit ja in geschlossenen Räumen stattfand.
Wenn Menschen Freizeit machen, dann merken sie wohl gar nicht, daß andere, die für sie in der Freizeitbranche arbeiten, selbst kaum Freizeit haben.
Ja, bei uns ging es sogar so weit, uns wo es ging vom Schreibtisch oder anderen Arbeiten wegzulocken und durch Gespräche von der Arbeit abzuhalten. Unsere Verwaltungsarbeiten wurden somit grundsätzlich in die Nacht oder in die frühen Morgenstunden verlegt. Dafür wurden wir, wie gesagt, auch noch beneidet, denn wir durften ja rund um die Uhr auf der Anlage sein. Selbst Grillfêten und Tanzpartys verlieren, wenn sie Arbeitspflicht sind, ihren Reiz. Eine bleierne und permanente Müdigkeit befällt einen, je weiter der Sommer und somit die Saison vorrückt.
Irgendwann ging das dann nicht mehr. Jörn hatte mal wieder noch keine Regatta in diesem Jahr gefahren. Selbst bei den deutschen Meisterschaften vor unserer Haustür bekam er Surfverbot und mußte auf der Anlage sein, obwohl es in Strömen goß und kein Mensch die Anlage besuchte. In den Augen unseres Arbeitgebers arbeiteten wir aber immer noch nicht genug.
So trennten wir uns von unserem Arbeitgeber.
Es war Mitte Juli, der Sommer konnte beginnen. Allerdings begann nun auch die Suche nach einem neuen Job, denn auch wir müssen essen und die Miete bezahlen.
In der Zwischenzeit hatten sich Manon und Bob getrennt. Da Manon bei dieser Trennung die wirkliche Leidtragende war und die ganze Geschichte sehr schlecht verkraftete, brauchte sie unbedingt Urlaub.
Es gab für sie dabei allerdings ein Problem, und das hieß "Laura".
Wir erklärten uns sofort bereit, Laura für die Ferien zu nehmen. Ich freute mich ganz besonders, endlich, außer unserem Hörnchen Winzi, ein neues Tier in Oberbergheim.
nach (erneuter) zweimonatiger Schreibpause setze ich die Transkription von Utas Erzählung "Wir und die Tiere, die uns nicht gehören" fort.
Fortsetzung folgt.
Zu Hause angekommen stürzten wir uns sofort wieder in die Arbeit. Messevorbereitungen mußten getroffen werden, und wir mußten eine Wohnung in der Nähe unserer neuen Arbeitsstelle finden.
Es fand sich eine Wohnung in einem alten Bauernhaus mit großem Garten. Sie sollte zwar einen stolzen Preis pro Monat kosten, gefiel uns aber auf Anhieb.
Sie mußte zwar erst einmal Tapeten bekommen, denn sie hatte teilweise nackte Steinwände. Die Fußböden waren mit einem völlig mit Farbe beckleckerten Kunststoffbelag ausgestattet, dazu war sie eisigkalt.
Trotzdem nahmen wir die Renovierung in Angriff und nach der Investition von Teppichböden wurde unser Heim richtig gemütlich.
Nun hätten wir uns zwar einen kleinen Perro leisten können, zumindestens von der Wohnung her, nur unser Arbeitsplatz erlaubte keine Hundehaltung, denn, gearbeitet wurde rund um die Uhr, man war ja schließlich in der Freizeitbranche.
Samstag und Sonntag wurden die besten Geschäfte gemacht und der Montag war unser freier Tag. An diesem Tag wurde alles erledigt, was in unserer 6-Tage-Woche anfiel. Wir mußten zum Supermarkt fahren, um für die ganze Woche einzukaufen, Arzt- und Behördenbesuche wurden auf den Montag verlegt und selbst ein Friseur mußte montags gefunden werden.
Das klappte kann auch alles ganz gut, nur Zeit für uns hatten wir nach wie vor nicht, geschweige denn für ein Haustier.
Meistens kamen wir vor 9 Uhr abends nicht aus der Freizeitanlage nach Hause. Zum Wochenende wurde es immer viel später.
Wir machten uns in dieser Zeit gerade noch ein Abendessen und erledigten die nötigsten Dinge des Haushalts, wie Wäschewaschen und Spülen.
Unser Garten, auf den wir uns so gefreut hatten, wurde ebenfalls zum Stiefkind. Wir schafften es gerade, den Rasen drei Mal in der ganzen Saison zu schneiden und ein paar Tütchen Blumensamen in die Gegend zu schmeißen. Ja, wir schafften es sogar noch, eine Reihe Petersilie in die Erde zu bringen. Dann war auch schon Schluß.
Ein wunderschöner Sommer fing an, an uns vorbeizugehen. Die Gäste der Freizeitanlage bräunten in die Sonne, badeten im See und surften und beneideten uns, daß wir die ganze Woche über dort sein durften. Es bemerkte kaum einer, daß wir hier arbeiteten und von der Sonne noch keinen Strahl abbekommen hatten, da unsere Arbeit ja in geschlossenen Räumen stattfand.
Wenn Menschen Freizeit machen, dann merken sie wohl gar nicht, daß andere, die für sie in der Freizeitbranche arbeiten, selbst kaum Freizeit haben.
Ja, bei uns ging es sogar so weit, uns wo es ging vom Schreibtisch oder anderen Arbeiten wegzulocken und durch Gespräche von der Arbeit abzuhalten. Unsere Verwaltungsarbeiten wurden somit grundsätzlich in die Nacht oder in die frühen Morgenstunden verlegt. Dafür wurden wir, wie gesagt, auch noch beneidet, denn wir durften ja rund um die Uhr auf der Anlage sein. Selbst Grillfêten und Tanzpartys verlieren, wenn sie Arbeitspflicht sind, ihren Reiz. Eine bleierne und permanente Müdigkeit befällt einen, je weiter der Sommer und somit die Saison vorrückt.
Irgendwann ging das dann nicht mehr. Jörn hatte mal wieder noch keine Regatta in diesem Jahr gefahren. Selbst bei den deutschen Meisterschaften vor unserer Haustür bekam er Surfverbot und mußte auf der Anlage sein, obwohl es in Strömen goß und kein Mensch die Anlage besuchte. In den Augen unseres Arbeitgebers arbeiteten wir aber immer noch nicht genug.
So trennten wir uns von unserem Arbeitgeber.
Es war Mitte Juli, der Sommer konnte beginnen. Allerdings begann nun auch die Suche nach einem neuen Job, denn auch wir müssen essen und die Miete bezahlen.
In der Zwischenzeit hatten sich Manon und Bob getrennt. Da Manon bei dieser Trennung die wirkliche Leidtragende war und die ganze Geschichte sehr schlecht verkraftete, brauchte sie unbedingt Urlaub.
Es gab für sie dabei allerdings ein Problem, und das hieß "Laura".
Wir erklärten uns sofort bereit, Laura für die Ferien zu nehmen. Ich freute mich ganz besonders, endlich, außer unserem Hörnchen Winzi, ein neues Tier in Oberbergheim.
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