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Uta: Mein Leben mit Reiki (Fragment)

Nach einer überaus langen Pause -und nun in Mitten einer Pandemie- möchte ich diesen Auszug aus Utas Memoiren mit Reiki veröffentlichen, die unvollendet geblieben sind - sehr wahrscheinlich, weil sie in ihrem letzten neuen Leben in Chiguará alle Hände voll zu tun gehabt hat.

Ich muß sagen, daß Reiki ihr Leben erfüllt hat, so wie es meins nach wie vor erfüllt.

Und nun zum Text:



VORWORT

Ich heiße Astrid-Uta Wahls de Uzcátegui-Gómez und bin Reiki-Meisterin. Ich lehre Reiki seit acht Jahren. Mein Mann, Sérvulo Uzcátegui-Gómez, 26 Jahre jünger als ich, ist Venezolaner und ebenfalls Reiki-Meister. Ich danke ihm, daß er meine Kurse und dieses Buch in die spanische Sprache übersetzt.

Dies ist meine Biographie mit REIKI.

MEIN AUFREGENDES LEBEN DURCH UND MIT R E I K I

49 Jahre meines Lebens habe ich recht unbewußt gelebt oder besser, ich wurde gelebt, von den jeweiligen Personen, die mein Leben beherrschten. Ich war nicht sehr mutig, brav, zu allen Menschen lieb und nett, also wunderbar angepaßt. 1982 hatte ich mich von meinem Ehemann getrennt und lebte bereits 7 Jahre in einer neuen Partnerschaft, von der ich annahm, sie sei für den Rest meines Lebens. Ich war zu blind und zu verliebt um zu merken, daß ich nur ausgenutzt wurde.

Mit diesem Partner, Jörn genannt, wechselte ich sogar meinen Wohnsitz von Düsseldorf nach Hamburg in Deutschland. Ich gab meinen Job auf, kündigte die Wohnung und sagte all meinen Freundinnen adé. Ich wollte ein neues Leben mit Jörn in Hamburg beginnen und freute mich auf einen aufregenden Lebensabend mit Jörn.

Dazu muß ich sagen, er war für mich ein aufregender Mann, blond, blaue Augen, ungemein sportlich, ein Surfer in Extremsituationen und ein Sunnyboy, der dem Leben alles abverlangte und dessen Leben wild und aufregend verlief. Er war mutig und immer gewillt, sich in neue Situationen zu stürzen - und das alles faszinierte mich, da wollte ich mitmachen. Außerdem hatte ich ihn sehr lieb.

Nun, kaum hatten wir unsere neue Wohnung in der Periferie von Hamburg bezogen, begann es in der Partnerschaft zu krieseln. In Düsseldorf arbeitete ich den ganzen Tag und verdiente viel Geld, daß Jörn zum Fenster herauswarf, hier in Hamburg arbeitete ich mit Jörn zusammen, erledigte den Haushalt und übernahm viele Aufgaben zu den Wochenenden, wenn Jörn Surf-Promotion-Veranstaltungen veranstaltete. Ich verdiente kein eigenes Geld mehr, was nicht hieß, daß ich weniger arbeitete. Ich arbeitete für und mit Jörn und richtete mein ganzes Leben nach seinen Bedürfnissen aus. Eigentlich vergaß ich mich dabei ganz und merkte gar nicht, daß meine geballte Konzentration auf Jörn, die ich für Liebe hielt, ihn wohl erdrückte. Neue geschäftliche Abenteuer und eine neue Geschäftspartnerin bewirkten, daß Jörn mich nicht mehr wollte und so trennte er sich nach 3 Monaten Leben in Hamburg von mir.

Für mich fiel der Himmel ein.

Ich hatte keine eigenen Wohnung, keine eigene Arbeit, keine Freunde in Hamburg. Zurück nach Düsseldorf wollte ich aus Stolz nicht, denn man hatte mich von allen Seiten gewarnt. Meine Lage war aussichtslos und ich stand vor einem tiefen Abgrund, und am liebsten hätte ich mein Leben beendet.

Da klingelte das Telefon und eine Freundin meiner besten Freundin in Düsseldorf rief mich an. Sie lebte in Hamburg und hatte erfahren, daß es mir sehr schlecht ging. Sie schlug vor, sich mit mir zu treffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Nur, - Geld dafür hatte ich nicht. Mir war klar, ich mußte neue Menschen kennenlernen, aber wie, ohne Geld?

Helga, so hieß die Freundin, schlug vor, zu einem "Reiki-Treffen" zu gehen, das kostenlos angeboten wurde. Sie wußte zwar nicht, was Reiki war, nur, daß dort liebe und nette Menschen seien und daß Reiki wohl recht angenehm sei, in welcher Form, das wußte sie auch nicht.

So machten wir uns auf zum Reiki-Treffen. Mein Selbstwertgefühl war bei 0.

Das Reiki-Zentrum Milparinka von Peter, Claudia und Marina lag im Tiefparterre. Wir gingen also nach unten und rochen als erstes den Duft von Räucherstäbchen, liebliche, zarte Musik erklang leise im Hintergrund. Alle Ankommenden zogen die Schuhe aus und betraten in Socken den Reiki-Raum. An den Wänden entlang waren Schaumstoffmatratzen mit bunten Stoffbezügen ausgelegt. Dort setzten sich alle hin. Einige Personen sprachen leise miteinander, Neuankommende wurden mit einer liebevollen Umarmung begrüßt. Helga und ich wurden freundlich hereingebeten und wir setzten uns ebenfalls auf die Matratzen zwischen die anderen Menschen. Wir fühlten uns angenommen und dazugehörig. Dann kam Peter und begrüßte uns mit einer kleinen Ansprache und wir fingen den Abend mit einer kleinen Meditation zum Ruhigwerden an. Peter führte uns liebevoll durch diese Meditation. Danach sagte er, daß man Reiki nicht erkären konnte, sondern daß man Reiki einfach fühlen müßte. Es waren wohl viele Reiki-Schüler im Raum, also Personen, die bereits Reiki praktizieren und Reiki-Kanäle waren. So machte Peter den Vorschlag, daß die Personen, die Reiki noch nicht kennen oder noch nicht Reiki-Kanal sind, sich von den Plätzen erheben möchten. Mindestens 9 Personen erhoben sich und schauten erwartungsvoll auf Peter. Dieser sagte nun: "So, schaut euch um, wer noch auf den Matten sitzt, das sind alles Reiki-Schüler, die eine Reiki-Behandlung geben können. Wenn einer oder eine Schülerin euch besonders gefällt, dann geht auf sie zu, und bittet um eine Behandlung."

Mir gefiel Silke ganz besonders, mit ihren braunen Augen und Haaren, und so fragte ich sie, ob sie mir eine Behandlung geben würde. Sie lächelte freundlich und suchte für uns einen Behandlungsplatz im Raum. Die anderen Nicht-Reiki-Praktizierenden verfuhren ebenso. Keiner wurde abgewiesen und jeder fand sein Plätzchen für eine Behandlung. Da ich immernoch nicht wußte, was Reiki ist, fragte ich Silke. Sie sagte: "Laß dich überraschen! Leg dich hier hin und schließ die Augen und denke für eine Weile gar nichts. Ich lege gleich meine Hände auf deinen Körper."

So lag ich da und spürte, wie ein angenehm warmer Strom aus Silkes Händen in meinem Körper durch meine Kleider hindurch strömte. Ich fühlte mich geliebt, angenommen und geborgen, ein Gefühl, das mir schon lange abhanden gekommen war.

Die Behandlung dauerte ca. 1/2 Stunde und Silke legte ihre warmen Hände auf viele Stellen meines Körpers auf. Sie behandelte meinen Kopf, meinen vorderen Rumpf, dann flüsterte sie: "Dreh dich mal auf den Bauch um", und dann behandelte sie meinen Rücken. Ich genoß und genoß. Alle die eine Reiki-Behandlung geschenkt bekamen, waren etwa zur gleichen Zeit fertig und bekamen einen warmen Tee mit Honig gereicht. Ich fühlte mich so verwöhnt, wie lange nicht mehr in meinem Leben. Dann kam Peter in den Raum und teilte uns "Neuen" mit, daß er uns, falls Interesse vorhanden sei, gern im Nebenraum unsere Fragen zu Reiki beantworten würde. Die Reiki-Schüler des Zentrums gruppierten sich in der Zwischenzeit, um sich gegenseitig zu behandeln. Die Ruhe und die Zufriedenheit in diesem Raum machte mich fast neidisch. Es herrschte eine gewaltige Harmonie zwischen all diesen Leuten. Wir "Neuen" zogen uns mit Peter in den Nebenraum zurück und konnten unsere Fragen stellen. Mir fielen keine ein, das Erlebte mußte erstmal sacken, ich war wie verzaubert und fühlte mich angenehm erfrischt und wohl. Bereits in diesem Moment war mir klar: Das mache ich wieder. Helga ging es wohl ähnlich. Wir sprachen nicht viel miteinander sondern hingen auf der Heimfahrt unseren Gefühlen und Gedanken nach.

Eine Woche lang war ich gestärkt und erfrischt, dann hatte ich das Gefühl, wieder eine Behandlung zu benötigen. Und so machte ich mich auf, nach Hamburg, selbstverständlich zusammen mit Helga, um ein anderes Reiki-Zentrum zu besuchen, nämlich das von Barbara. Auch hier war wieder die gleiche angenehme Atmosphäre. Nur, hier mußten wir am Eingang gleich DM 10,- bezahlen, 5,- DM für das Reiki-Treffen und 5,- DM für eine Einstimmung. Wir wußten nicht, was das war und schauten uns an. Wir erfuhren, daß eine Einstimmung den Reiki-Kanal öffnet und daß ohne Einstimmung keine Teilnahme am Reiki-Treffen möglich sei. Erst später erfuhr ich, daß Barbara der R A I angehörte, der Reiki-Linie von Dr. Barbara Ray, die, wie Phyllis Lei Furumoto, von Hawayo Takata in Reiki eingeweiht wurde. Peter dagegen gehörte der Reiki Alliance an, einer Vereinigung von Reiki-Meistern, die der Linie von Phyllis Lei Furumoto folgt, d.h. in



So weit der Text.  Als Ergänzung füge ich ein Bild eines Flugblattes von diesem Milparinka-Reiki-Zentrum aus dieser Zeit, das Uta immer aufbewahrt hat.


 




 

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